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RAAM-Finisher
2003........... |
 Erfolg im Leben zu haben ist: Etwas Sein, etwas Schein und
sehr viel Schwein
Wenn du am RAAM
ankommst, gewinnst du,
ohne dabei siegen zu müssen!
Zwischen dem Ceasers, dem Trump
Plaza und dem Casino, auf den letzten Kilometern auf dem Atlantic
Express Highway eskortiert von einer Polizeikolonne, fuhr ich nach
11
Tagen 23 Stunden und 47 Minuten auf dem berüchtigten Atlantic-Boardwalk
rund 200 Kilometer südlich von New York ins Ziel, von dem ich schon immer geträumt hatte.
Es war die Hölle auf Erden, was ich den 11 Tagen zwischen der West und der Ostküste
Nordamerikas
erlebt hatte. Oft war ich sehr nahe dran das Rennen aufzugeben.
Das ich mit nur einem Arm dieses längste und wohl härteste Radrennen
zu Ende fuhr grenzt an ein Wunder. Ausser zwei, drei die mir ganz nahe
sind, hat mir niemand diesen riesen Erfolg zugetraut. Und so war es
den auch und so wird es mir immer in Erinnerung bleiben. Ich bin mir sicher, wäre meine Frau
und mein Bruder nicht gewesen, hätte
ich das Ziel nie erreicht. Sie Beide wussten genau, wie viel mir dieses
Rennen bedeuten sollte. Ich war oftmals am Boden zerstört, stand
aber nach einem intensiven Gespräch mit meiner Frau und mit meinem
Zwillingsbruder immer wieder auf und fuhr weiter.1000 Km vor Atlantic City,
überfiel mich plötzlich ein Gefühl, als müsste
ich sterben. Ich weinte und fing an, mir Vorwürfe zu machen, warum und
weshalb musstest du dir und deiner Familie sowas antun. Ich rief augenblicklich meinen Bruder zu mir, der mich Tag für Tag,24 Std
rund um die Uhr betreute und sagte zu ihm, das es nun endgültig vorbei
sei
und das ich das Rennen nicht mehr fortsetzen könne.
In seinen Gesichtszügen konnte ich eine tiefe Enttäuschung herauslesen,
aber auch Angst und tiefste Bedenken über meine Äusserungen.Aber dann, trotz
hoffnungsloser Ausichten in dieser wohl
kritischsten
Situation brachte er es fertig, mich für ein fortsetzen des Rennen zu
überreden zu motivieren, nachdem er erst 7 Km lang in brütender Hitze
neben mir herlief.
Dank einem grossartigem Team und dank der unerwarteten zusätzlich
nachgereisten Unterstützung von meinen Geschwister, Alfreda und Egon mit
ihren Partnern, Willy und Astrid, das mich die letzten 1`000 km
hervorragend unterstützt hatten, konnte ich meinen Traum verwirklichen.
Ich hatte das kleinste aller Teams, aber das wohl Beste, sonst wäre der
Traum das Raam mit nur einem Arm in der geforderten Zeit zu
absolvieren, ein Traum für immer geblieben.
Um das RAAM aber erfolgreich beenden zu können ,heisst es nebst einem
super Team zu besitzen, tausende Stunden in die Vorbereitungen zu investieren
und während des Rennens Schmerzen zu ertragen und dabei an die Grenze des körperlich
Ertragbaren zu gehen.
Das Race-Across-Amerika, ist härter als das Leben selbst.
Das Race - Across - Amerika
Auf der Zielfoto fehlen:
Mario, Katja + Roman. Sie sind in der Millionenmetropole von Atlantic City auf der Suche nach
dem verlorenem Raam-Finisher. Vor lauter
Euphorie verpasste ich zwei Meilen vor dem Ziel
die letzte Abzweigung. Bei
dieser Aktion
volor ich weitere drei Stunden und fast mein (unser) gesamtes Unternehmen.
Es wurde noch sehr eng mit der Zielankunft, aber unsere Devise war
nie anders als: Wir müssen fünf Minuten
vor Ablauf der RAAM- ZEIT um die letzte Kurve sein.
Ende gut
......... Alles gut

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