Monument Valley,  das Tal der Götter in einem Indianerreservats im Grenzgebit Arizona/Utha

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13.07.2010
  24 Stunden Kelheim / 12 Rang 637 Km mit 7`400 Höhenmeter  
  
  
 
 Beim Start um 14.00 Uhr zeigte das Thermometer 35° an, etwas später waren es sogar   37°. Im Aufstieg zum Stausacker Berg, waren meine Gedanken oft in Amerika am RAAM.   Es war die Hölle auf Erden. In der Abfahrt Richtung Start – Ziel sank die Körpertemperatur   zum Glück immer wieder etwas ab.
  Mein Team, Elfriede, Andy, Stefan, Corinne und mein Schatz waren im   Fahrerlagerzelt bestens organisiert. Die Verpflegung, alles klappte optimal trotz grosser   Hektik und Gedränge bei jeder Start-Ziel Passage.
  Ich fühlte mich den Umständen entsprechend gut drauf bis ich in der Steigung bei einem   Schaltmanöver zu Fall kam.
  Die Schmerzen waren gewaltig. Ich stürzte kopfüber auf die rechte Körperseite, an der ich   mir erst vor einer Woche bei einem ähnlichen Sturz massive Prellungen und Schürfungen   zugezogen hatte. Stefan der mich zu dieser Zeit mit dem Rennrad kurz am Berg begleitete,   half mir wieder auf die Beine. Die Schürfungen die gerade am verheilen waren, fingen   wieder von neuem an zu bluten. Hätte nicht sein müssen, aber was soll’s, deswegen   aufzugeben war kein Thema.
  Das Rennen ging weiter und in den beengenden Nachtstunden verliessen mich so langsam   auch die Schmerzen die mich seit dem Sturz begleiteten. Die Stimmung im Festzelt war   gewaltig. Bei jeder Start – Ziel Passage tobte das ganze Haus. Der Beifall in der   krachenden Halle verleite mir immer wieder neue Kraft und Schwung für eine weite Runde.
  Rangmässig lag ich die grösste Zeit zwischen zwölf und siebzehn von dreiundsiebzig     Startenden.
  Erhebliche Magenprobleme liessen mich zeitweise aber leider unter Rang zwanzig fallen.   Zum ersten Mal dachte ich ans aufgeben und sprach mit meinen Betreuern auch darüber.   Aufgeben, nein auf gar keinem Fall. Das werden wir nicht tun.
  Das war die geschlossene Meinung meines Top Team. Wir werden dich schon wieder
  in die Reihe kriegen und tatsächlich sie schafften es, mich wieder, fast schmerzfrei das   Rennen fortzusetzen zu lassen.
  Die Nacht war dem Tag kaum gewichen zeigte sich bereits um 05.45 Uhr im Osten die   Sonne, so früh wie beim RAAM.
  Es sollte wieder sehr heiss werden und so kam es dann auch.
  Wieder stieg das Thermometer um die Mittagszeit an die 37°.und das schmoren in der   Sonne nahm seinen Lauf.
  Um ca. 13.00 Uhr nahm ich bei der Wende im Festzelt unter tobendem Applaus die letzte   Runde in Angriff. Ich lag auf Position zwölf mit der wir alle hoch zufrieden waren und die ich   auch sicher über den Zielstrich zurück ins krachende Zelt fuhr.
  Es war für uns alle die Betreuer und mich wieder einmal ein riesige Herausforderung die
  wir gemeinsam glanzvoll gemeistert haben.
  Ich habe gespürt das auch ich nicht jünger werde. Der Altersunterschied zwischen Sieger   Thomas Ratschob und mir sind ganze 19 Jahre.
  Einmal  mehr hat mein Team für mich Grossartiges geleistet. Ohne sie wäre ein Happyend   ausgeblieben. Ich danke allen ganz lieb. Nur gemeinsam waren wir stark.
  Bis zum nächsten Mal,   
  tschüss und good by.

 





 
06.07.2010  
 
Und jetzt auch noch ein Sturz!

 Als hätte ich nicht schon genug das gegen einen Start am 24 Stundenrennen von Kelheim  sprechen würde.
 Nun bin ich mir nicht mehr sicher ob ich bis zum nächsten Samstag noch einigermassen  fit werde. Mich schmerzt jeder Knochen. Bin arg geschwächt.
 Die Arbeit bei der Post als Zusteller viel mir sehr schwer. An ein Training war nicht zu  denken.
 Es ist nun halt mal so. Man muss das Leben mit Höhen und Tiefen eben nehmen,
 wie das Leben eben ist.
 Als bleibt mir nur der eine Trost, dass es durchaus schlimmer sein könnte.
 Übrigens: Passiert ist es als ich den Lenker los liess um mich zu verpflegen. Übersah  dabei ein Loch im Asphalt das mich wie ein Geschoss kopfüber aus dem Sattel  katapultierte.
 


 02.06.2010

 
Es geht mir wieder besser!
 
 
Es ist nicht meine Art zu klagen und zu jammern, aber in den vergangenen  Wochen  ging`s mir sehr mies. Zum einen waren es die Phantomschmerzen die mich 24  Stunden am Tag quälten und zum anderen kam noch eine heftige Darm und  Magengrippe hinzu.
 Notfallmässig musste ich sogar zweimal meinen Hausarzt rufen.
 Ich glaubte bald nicht mehr an eine Besserung. Über eine so lange Zeit so schlecht drauf  gewesen zu sein, daran kann ich mich nicht erinnern.
 Vor einer Stunde sind wir von unserem siebentage Badeurlaub aus Bellaria  zurückgekehrt. Die ersten zwei Tage am Meer waren schlimm und dann war der Spuk  gottlob endlich vorbei.
 Trotz misslichen Trainingseinheiten in den letzten Wochen, starte ich am
10.07.2010  mit  meinem sechsköpfigen Team in der Innenstadt von Kehlheim am 24 Stundenrennen.
 Noch bleibt mir ja eine ganze Woche Vorbereitungszeit und ich bin mir sicher, dass ich  über den Wettkampf wieder meine Form finden werde.
  

 
23.05.2010 
   
 Trainingsfahrt an den Genfersee.

   
Nach vierzehn Tagen schlechtem Wetter, war der gestrige Pfingstsonntag
  ein Traum-Wetter-Tag. Auch der Wind passte sich dem wolkenlosen Himmel und den   warmen Temperaturen an und blies uns für einmal nur schwach entgegen.
  Eine zeitlang begleitete uns mein Zwili mit seiner 600 Yahama. Schade,
  das er nicht bis an den Genfersee bei uns bleiben konnte.
 
  Kurz vor Lausanne erreichten wir unseren vereinbarten Wendepunkt und fuhren zurück   nach Montreux. Dort wartete bereits mein Schatzij-boni auf uns.
  An der Seestrasse ergatterten wir uns ein wunderbares Plätzchen, in einer Pizzeria   natürlich mit Seeblick und liessen es uns da wohl ergehen.
  Trotz schlechtem Wetter in den letzten Wochen und Tagen war ich immer wieder mit   meinen zwei begeisterten Radrennfahrern Corinne und Stefan unterwegs. Bis anhin war   ich immer ein Tick schneller, doch heute war’s etwas anders, Gratulation. Stefan war   eindeutig der Stärkere was ich mit Stolz zur Kenntnis nahm. Wenn er weiter so   Vortschritte erzielt, bin ich in absehbarer Zeit nur noch die Nr. Zwei.
  Nach einem gelungenem Tag rund um, bestiegen wir um 21.00 Uhr den Zug und
  reisten nach Hause.
  Freu mich schon auf die nächste gemeinsame Trainingsfahrt.








 
  
21.04.2010
  
Ultralangstrecken - EM im italienischen Montello

 
 
In Halbminutenintervallen wurden wir auf die selektive Strecke geschickt. Mit der   Sterartnummer 51   nahm ich um 09.07 Uhr die 24 Stunden von Montello in Angriff.
  Die Temperaturen lagen am Start bei angenehmen 14° die sich aber im Verlauf des   Rennens noch   drastisch verändern sollten.
  Mit meinem super harmonierenden Team das mich nach jeder abgeschlossenen Runde   bei Start und Ziel hervorragend betreute, waren wir allesamt mit dem Verlauf des   Rennens hoch zufrieden.
  So langsam aber sicher festigten wir uns mit jeder gefahrenen Runde den
  1. Katogerien – Platz und in der Gesamtwertung lagen wir um den zehnten Platz herum.
  Alles lief optimal bis mit der Eindämmerung auch der kalte Regen und heftiger Sturm   aufkam. Die Temperaturen fielen bis auf 4° hinunter und wir waren noch nicht einmal   bei Rennhälfte.
  Von nun an war nicht nur ich aufs äusserste gefordert, sondern auch mein vierköpfiges,   erfahrenesTeam, mit meinem Schatz Rosmarie, meinem Freund Andreas Zehnhäusern,   meiner Tochter Corinne   und ihrem
 Stefan stark gefordert. Es war die Hölle. Der Sturm   wütete von allen Seiten.
  Er hatte keine bestimmte Richtung. Vieles was ihm im Weg lag fegte er einfach weg.
  Einmal als ich
 bei Start und Ziel eintraf, suchte ich vergebens nach unserem Zelt. Der   Wind hatte es ganz einfach weggeblasen.
  Es gab Athleten die sich für eins, zwei Stunden aus dem Wind und Regen machten.
  Mein Team und ich hatten entschieden ohne längere Pause die 24 Stunden von Montello   durch zu fahren.
  Nach etwas weniger als 24 Stunden war es geschafft. Wir waren alle erleichtert,
  froh und stolz über unseren grossartigen Einsatz.
  Ich glaube es hat sich gelohnt. Alle, nicht nur ich habe ein weiteres Mal dazu gelernt.   Gelernt zu  
 kämpfen, nicht einfach aufzugeben, auch wenn es manchmal extrem hart   und kaum überwindbar
  war. Ich bin mir sicher dass sich alle so seine Gedanken über den Extremradsport   gemacht haben.
  Vor allem dem Stefan, mit dem ich mir gut vorstellen könnte, eines Tages einen   Rollentausch vorzunehmen. Er hat bestimmt wieder dazugelernt.
  Ich möchte mich auf diesem Weg bei meinem Team nochmals ganz herzlich bedanken.   Es war trotz Regen und Kälte ein wunderschönes Wochenende.
 
 
 

  
22.02.2010

  
Auf den Tag genau einen Monat früher als im Vorjahr!

   
Die Temperaturen waren für diese Jahreszeit recht angenehm. Tochter Corinne,
  mit ihrem Freund Stefan, Schwager German und ich spulten früher als in den Jahren   zuvor, auf italienischen Strassen unsere ersten Trainingskilometer ab.
  Alle hoch motiviert, mit Temperaturen um 10°-13°, einem leichten Nordostwind
  der uns auf dem Hinweg von Domodossola nach Verbania ins Gesicht blies,
  kamen wir alle gut zu recht.
  In Verbania nach ca. 45 Km Fahrtzeit auf einer Gartenterasse am See, gab’s Kaffee
und   Kuchen. Anschliessend ging’s mit Windunterstützug zurück zum Ausgangspunkt  nach   Domodossola. Knapp drei Stunden dauerte unsere gemeinsame 1. Trainingsfahrt   
  und Gott sei Dank alles ohne Zwischenfälle.
  In Domodossola wurden wir von Astrid und Rosmarie, unserer Larissa und ihrer   Freundin Vera empfangen.
  In einer Pizzeria, nahe am Bahnhof gelegen, genossen wir allesamt noch ein   schmackhaftes Essen  und freuten uns über den gelungenen 1. Ausflug im Nachbarland   Italien.


 


 
16.02.2010
 
Beim Walliserverein in Schwamendingen "Zürich   

  
Die Begeisterung war den zahlreich anwesenden Zuhörer in der Ziegelhütte in   Schwamendingen ins   Gesicht geschrieben.
  Es war nicht das erste Mal das ich übers das
Race – Across – Amerika referieren   durfte. Für mich   und meine Frau Rosmarie war es etwas Besonderes als Walliser,
  den Wallisern die seit Jahrzehnten in Zürich wohnhaft sind, über meinen größten
  Erfolg im Extremradsport zu berichten.
  Zuber Kurt, Präsident des
WV RHONE ZÜRICH, bedankte sich bei mir für die eigens,
  für diesen Anlass kreierte Power Point - Präsentation.
  Es hat mir viel Spass gemacht. Für ca. zwei Stunden war ich einmal mehr virtuell mit   dem Rennrad zwischen zwei Ozeanen auf dem Festland in Nordamerika unterwegs.


  

 
  
13.01.2010
  
Ohne Sport sind die Phantomschmerzen unerträglich.

  
Seit zehn Tagen trainiere ich wieder intensiv. Ohne regelmäßiges Ausdauertraining
  kann ich die permanenten Phantomschmerzen kaum aushalten. Vor 23 Jahren haben   Spezialärzte mir dringend empfohlen Sport zu treiben. Nun wollte ich aufhören,
  aber es geht nicht.
  Die Schmerzmittel die ich täglich einnehmen muss, haben sich ohne Ausdauersport   verdreifacht.
  Aus dieser Erkenntnis habe ich mich entschlossen, wieder vermehrt aufs Rennrad zu   steigen

  
  
SPORT IST UND BLEIBT FÜR MICH DIE BESTE SCHMERZTHERAPIE

  
  
01.01.10
 
 
Neues Jahr, neue Motivation, neue Ziele!
 
  
Seit der Tortour habe ich mich sehr, sehr wenig mit Sport beschäftigt. Wollte es nicht   und hatte auch keine Zeit dazu. Seit anfangs Oktober, jeweils am Mittwochabend
  ist aber Spinning angesagt auf das ich mich mit meiner Gruppe, mit der ich seit Jahren   zusammen spinne, stehts sehr freue.
  Unser Motto: Gemeinsam werden wir stark.
  Was ich im 2010 an sportlichen Aktivitäten unternehmen werde steht noch in den   Sternen. Sicher ist, ganz aufhören werde ich nie.


  
04.09.2009
   
  
Das Rennen mit Zukunft!   
  
 
 
Es ist nicht so dass ich den Rennverlauf vergessen hätte, nein bestimmt nicht.
  Es sind seit dem Start  nun fast drei Wochen vergangen und nach einer derart langen   Zeit interessiert   das niemanden mehr.
  Ich habe es schlicht und einfach versäumt, weil ich den Bericht zu schreiben immer   wieder vom einen   auf den anderen Tag verschoben hatte. Eines möchte ich aber   dennoch nicht unnotiert lassen.
  Es war ein super geiles Rennen, mit Höhen und Tiefen. Ein Rennen das bestimmt   Zukunft hat und an   dem Jahr für Jahr bestimmt immer mehr Extremradfahrer   Begeisterung finden werden.
  Meine Betreuer und ich fanden Sie, die Begeisterung. Haben die 1. Austragung
  geniessen dürfen, auch wenn es manchmal für alle hart und anstregend war.
  Als Rennfahrer kann ich an der Veranstaltung nicht mehr teilnehmen. Vielleicht aber   stimme ich dem   Antrag vom OK zu und werde mich für die nächsten Austragungen
  der Tortour als Sonderbeauftragter ins 25zig köpfige OK einschreiben lassen.
  
  Schaun wir mal!


  

  
19.08.2009
 
 
 Vor dem Startschuss in Reihnfelden    
  
  
Es gibt nichts zu berichten, ausser das ich super drauf bin und mich zusammen mit   meinen 12 Betreuern auf das Rennen freue.  
  

  
03.08.2009
  
Die Besichtigungstour von der Tortour ist zu Ende

 
Mit dem 1. August ging nicht nur mein 53zigstes Lebensjahr zu Ende, auch die   Besichtigung der
  Tortour fand an diesem Tag sein Finish.
  Am 21.08.09 ist Verfahren streng verboten. Ich habe mir jede Ecke und jede Kannte   ganz genau eingeprägt, so dass nichts mehr schief gehen kann.
  Nein, Spass bei Seite. Natürlich wäre es sehr motivierend wenn wir uns keinen einzigen   Meter im Rennen verfahren würden, aber so ganz einfach wird es wieder nicht.
  Zum Glück habe ich ein routiniertes Betreuerteam mit zwei super Navigatoren mit im   Begleitfahrtzeug, auf die ich mich verlassen kann.
  Es wird ein sehr zäher Wettkampf, aber das ist ja das was ich mag und für das ich mich   monatelang   vorbereitet habe.
  Ich bin gut drauf und freue mich auf den Start am 21.08.2009 morgens um 06.00 Uhr   in Neuhausen   am Rheinfall.


  
11.07.2009  
  
Gut erholt zurück von der EM in Wiedlisbach.

  Schneller als erwartet konnte ich mit dem Training auf den Saison Höhepunkt fortfahren
.   http://www.tortour.ch
  Normalerweise brauche ich bedeutend mehr Zeit, um mich nach einem längeren
  Rennen zu   regenerieren. Der Grund liegt an der Verpflegung, die ich gegenüber den   letzten Rennen massiv   umgestellt habe.
  Musste ich in den letzten Jahren immer mindestens 4 bis 5 Tage pausieren, konnte ich   nach den 700 km vom letzten Wochenende ab Dienstag wieder umfangreich trainieren.
  Alles läuft wie geplant.
  Ich hoffe dass ich in den verbleibenden Wochen bis zum Start der Tortour weitere
  Form-Fortschritte machen kann.
  Bin sehr zuversichtlich und freue mich mit meinem Team zusammen auf den
  Startschuss  in Schaffhausen am Rheinfall vom 21.08.2009
 
  
PS. Vor vier Jahren, 2005 bei meiner letzten Teilnahme auf der Raamstrecke
  benötigte ich 24 Minuten länger und dies obwohl ich mich in diesem  Jahr 
  insgesamt 15 Km verfahren habe. WAS WÄRE WENN? 

 
 
  Zeiten und Rangierungen meiner bisherigen 4 Teilnahmen in Wiedlisbach!

 

 

  01.07.2009
  
Der Trainingsaufbau auf das Jahres-Highlight 2009 stimmt!
  
  
Beim Einfahren stellte ich mit Genugtuung fest, dass es von der Tagesform her für uns    ein gutes Rennen geben sollte. Die Form also stimmte und mein fünfköpfiges    Betreuerteam war wie ich, top motiviert.
   Die Rennfahrer wurden in Minutenabständen auf die Strecke geschickt.
   Als Drittletzter von 73 Startern nahm ich die 720 km lange Strecke in Angriff. 
   Die ersten Kilometer nach dem Start meinte ich gut zu kennen und sollten mir letztlich    keine Probleme bereiten    was die Streckenführung anbelangte. Dem war aber leider    nicht so. Nach bereits 8 km hätte ich links Richtung Basel abbiegen müssen, fuhr aber    irrtümlicherweise geradeaus weiter Richtung Olten.
   Meine Crew die zu diesem Zeitpunkt gerade beim Tanken war, erhielt von einem    Zuschauer die Meldung dass ich in die falsche Richtung abgebogen sei. Übers Handy    wurde ich dann nach ca. 5 km von meinen Betreuern zurück beordert.
   Dieses Missgeschick kostete uns schon ganz früh 15 Minuten was für uns alle nicht sehr
   motivierend war.
   Hinter uns befand sich zu diesem Zeitpunkt niemand mehr. Also, jetzt erst recht.
   Die verlorene Zeit musste irgendwie aufgeholt werden und das funktionierte nur mit    grösserem Pedaldruck.
   Bereits vor der 1. Timestation in Koblenz holten wir die ersten vor uns Gestarteten ein.
   Nach etwas mehr als 100 km ging’s in Zurzach über die Staatsgrenze nach Deutschland.    Die Aufholjagd ging weiter. Einer um den Andern liessen wir hinter uns, unter ihnen    waren auch RAAM-Finisher dabei.
   Wir waren Top unterwegs, als ich an meinem Leichtbaurennrad am Hinterrad einen    Defekt erlitt.
   Schweren Herzens musste ich das Rennrad wechseln. Für kurze Zeit verlor ich
   verständlicherweise etwas die Motivation, doch mit viel Einfühlvermögen und    Geschicklichkeit von Seiten meines hervorragenden Teams, kehrte der Kampfgeist    schnell wieder zurück.
   In Affoltern beim 7. Checkpoint nach 532 km, lag ich an 4. Stelle mit 10 min
   Rückstand auf den 3. Platzierten, Fabio Biasolo.
   Dieser erfreuliche Zwischenstand war zusätzliche Motivation für uns alle. Noch aber    lagen 200 harte, beschwerliche Kilometer vor uns.
   An einem derart langen Rennen wechseln sich Hoch und Tief dauernd ab.
   Inzwischen kann ich mit den wechselnden Gemütsfasen immer besser umgehen.
   Ein starkes Team im Rücken das dieses auf und ab wahrnimmt und so klug reagiert
   wie meines ist Gold wert und zeichnet es aus. Hinzu kommt das ich Unterwegs immer    wieder und zu jeder Tageszeit mit ganz besonderen Überraschungen rechnen darf.
   Einmal mehr waren es Alfreda und Willy die ganz plötzlich am Strassenrand aufblitzten.
   Ihr Erscheinen motivierte mich zusätzlich und gab mir neue Kräfte frei.
   Ein ganz lieber Kumpel von mir rief mich noch am Vortag an und versprach mir,
   dass er bestimm irgendwo an der Strecke auftauchen würde und so war es dann auch.
   Piero einer meiner Betreuer am RAAM 08 mit seiner kleinen Francesca stand plötzlich    vor mir am Strassenrand. Ich freute mich riesig.
   Auch wenn wir es in Amerika nicht ganz bis ins Ziel geschafft hatten, überwältigten    mich nur ganz schöne, unauslöschliche Erinnerungen. Für kurze Zeit hatte ich das    Gefühl, am RAAM unterwegs zu sein.
   Aber zurück zum Rennen.
   Nach der 1. Zielpassage in Wangen nach 600 km ging’s für die RAAM Kategorie noch    auf die 110 km Zusatzschlaufe. Kurz vor mir machte sich German mein Schwager und
   Trainingspartner auf sein 110 km langes Rennen.
   Sein Schatzjiboni Astrid nahm in unserem Begleitfahrtzeug Platz und ganz unverhofft    hatte ich auf einmal einen treuen Fan mehr ganz nah bei mir.
   Alles lief planmässig und wir kamen zügig voran, bis uns ein Wegweiser der absichtlich
   von irgendeiner Person ummanövriert wurde, viel unproduktive  Zeit kostete.
   Nur Dank ausgezeichneten Navigationskenntnissen von Andy und Co hielt sich die    verlorene Zeit in Grenzen.
   Und dann war es soweit. Nach 25 Stunden und 14 Minuten erreichten wir müde, aber    alle samt glücklich und hoch zufrieden das Ziel. Es war vollbracht. Einmal mehr hatten    wir alle, alles gegeben.    Gemeinsam haben wir Höhen und Tiefen gemeistert und uns    nie aus der Ruhe bringen lassen.
   Mir bleibt nur noch eines, meiner Crew einen ganz grossen Dank auszusprechen.
   Ich hatte wie immer das beste Team an meiner Seite. In schwierigen und heiklen    Situationen wussten    sie immer richtig zu reagieren. Sie waren allesamt echte Profis.
   Elfriede und Andreas liebe Freunde von uns aus Bürchen, so wie Stefan der Freund    meiner Tochter    Corinne, waren zum  ersten Mal als Betreuer dabei. Sie verrichteten
   ihre Arbeit, als ob sie schon immer dabei gewesen wären. Einfach super grandios .
   Mit dabei waren natürlich mein lieber Schatz Rosmarie und meine sportbegeisterte    Tochter Corinne.
   Sie hatten ihre  jahrelangen Erfahrungen am Start mit ins Begleitfahrtzeug genommen
   und haben diese meinen Debütanten bravurös übertragen.
   Nochmals herzlichen Dank an meine hervorragenden Betreuer und an meine    Sponsoren.
   Einen ganz besonderen Dank möchte ich auch ans OK richten. Ohne Sie kämen wir nie    in den Genuss einer solchen grandiosen Veranstaltung, herzlichen Dank.    
   
   Auf ein Wiedersehn im 2010 / Beny + Crew
  

  
Rangliste von der RAAM-quali in Wiedlisbach
   

2005

Auf der RAAM - Distanz über 720 Km         1. Rang  Mit neuem Streckenrekod

24.13

2006

Auf der RAAM - Distanz über 720 Km         4. Rang

25.48

2007

Schweizerradmarathon über 600 Km           1. Rang

19.36

2008

War zu der Zeit mit dem Race-Across-Amerika beschäftigt!

 

2009

Auf der RAAM - Distanz über 720 Km          9. Rang

25.13


    
01.07.2009
    
3.- 4. Juli Europameisterschaft in Wiedlisbach über 720Km!
   
  
Meine Bilanz an diesem Langstreckenrennen aus den letzten drei Teilnahmen sieht sehr    gut aus.  An der Europameisterschaft gibt es keine Alterskatogerien. Alle starten im    selben Block!
  -2005 / 1. Rang / Stellte ich auf der Raamstrecke über 720 Km in 24 Std 14 Min    einen neuen Streckenrekord auf. Schnitt 29.9 Kmh
  -2006 / 4. Rang / Dieses Rennen zählte zur offiziellen
   Langdisdanz - Europameisterschaft
  -2007 / 1. Rang /  Auf der Schweizerradmarathon Strecke über 600 Km
   In diesem Jahr zählt das Rennen wieder zur Europameisterschaft.
   Es sind so viele Solo-Fahrer am Start wie noch nie, deren 73 .
  
   

1

Strebel

Thomas

CH

22: 24

2

Beeler

Christian

CH

23: 11

3

Paul

Bernd

D

23: 25

4

Nehls

Michael

D

23: 59

5

Biasiolo

Fabio

I

24: 11

6

Sialm

Fabian

CH

24: 16

7

Wirth

Christian

CH

24: 37

8

Zeindler

Nik

CH

24: 49

9

Furrer

Beny

CH

25: 14

10

Warner-Smith

Matthew

F

25: 17

11

Egli

Daniel

CH

25: 25

12

Egli

Rainer

CH

25: 25

13

Laureti

Paolo

I

25: 37

14

Jakob

Martin

CH

25: 49

15

Aste

Paolo

I

26: 00

16

Heinze

Achim

D

25: 25

17

Ruf

Simon

CH

26: 22

18

Nenniger

Christoph

CH

26: 34

19

Haller

Karl

CH

26: 39

20

Hager

Partick

A

26: 40

21

Burri

Christian

CH

26: 41

22

Wolf

Günter

D

27: 01

23

Saupriegel

Manuel

A

27: 16

24

Bursic

Ares

CR

27: 18

25

Koch

Hermann

D

28: 43

26

Müller

Mario

D

30: 17

27

Sickel

Florian

SLO

29: 08

 

Bei der 1. Zieldurchfahrt liessen sich 13 Athleten bei den  600 km klassieren!

17 Athleten gaben auf!



Sponsoren, Partner
und Freunde



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Simis Webseite


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