|
|
13.07.2010 24
Stunden Kelheim / 12 Rang 637 Km mit 7`400 Höhenmeter
Beim
Start um 14.00 Uhr zeigte das Thermometer 35° an, etwas später waren es sogar
37°. Im Aufstieg zum Stausacker Berg, waren meine Gedanken oft in Amerika
am RAAM. Es war die Hölle auf Erden. In
der Abfahrt Richtung Start – Ziel sank
die Körpertemperatur zum Glück immer wieder etwas ab.
Mein Team, Elfriede, Andy, Stefan, Corinne und mein Schatz waren
im Fahrerlagerzelt bestens organisiert. Die Verpflegung, alles klappte optimal trotz grosser
Hektik und Gedränge bei jeder Start-Ziel Passage. Ich fühlte mich den Umständen
entsprechend gut drauf bis ich in der Steigung bei einem Schaltmanöver zu Fall
kam.
Die Schmerzen waren gewaltig. Ich stürzte kopfüber auf die rechte Körperseite,
an der ich mir erst vor einer Woche bei einem ähnlichen Sturz massive Prellungen
und Schürfungen zugezogen hatte. Stefan der mich zu dieser Zeit mit dem Rennrad
kurz am Berg begleitete, half mir wieder auf die Beine. Die Schürfungen die
gerade am verheilen waren, fingen wieder von neuem an zu bluten. Hätte nicht
sein müssen, aber was soll’s, deswegen aufzugeben war kein Thema.
Das Rennen ging weiter und in den beengenden Nachtstunden verliessen mich so
langsam auch die Schmerzen die mich seit dem Sturz begleiteten. Die Stimmung im
Festzelt war gewaltig. Bei jeder Start – Ziel Passage tobte das ganze Haus. Der
Beifall in der krachenden Halle verleite mir immer wieder neue Kraft und
Schwung für eine weite Runde.
Rangmässig lag ich die grösste Zeit zwischen zwölf und siebzehn von
dreiundsiebzig Startenden. Erhebliche Magenprobleme liessen mich zeitweise aber
leider unter Rang zwanzig fallen. Zum ersten Mal dachte ich ans aufgeben und sprach
mit meinen Betreuern auch darüber. Aufgeben, nein auf gar keinem Fall. Das
werden wir nicht tun. Das war die geschlossene Meinung meines Top Team. Wir
werden dich schon wieder in die Reihe kriegen und tatsächlich sie schafften es,
mich wieder, fast schmerzfrei das Rennen fortzusetzen zu lassen.
Die Nacht war dem Tag kaum gewichen zeigte sich bereits um 05.45 Uhr im Osten
die Sonne, so früh wie beim RAAM. Es sollte wieder sehr heiss werden und so kam es dann auch.
Wieder
stieg das Thermometer um die Mittagszeit an die 37°.und das schmoren in der Sonne nahm seinen
Lauf.
Um ca. 13.00 Uhr nahm ich bei der Wende im Festzelt unter tobendem Applaus die
letzte Runde in Angriff. Ich lag auf Position zwölf mit der wir alle hoch
zufrieden waren und die ich auch sicher über den Zielstrich zurück ins
krachende Zelt fuhr. Es war für uns alle die Betreuer und mich wieder einmal ein riesige
Herausforderung die wir gemeinsam glanzvoll gemeistert haben.
Ich habe gespürt das auch ich nicht jünger
werde. Der Altersunterschied zwischen Sieger Thomas
Ratschob und mir sind ganze 19 Jahre. Einmal mehr hat mein Team für mich Grossartiges
geleistet. Ohne sie wäre ein Happyend ausgeblieben. Ich danke allen ganz lieb.
Nur gemeinsam waren wir stark. Bis zum nächsten Mal,
tschüss und good by.
06.07.2010
Und jetzt auch noch ein
Sturz!
Als hätte ich nicht schon genug das gegen einen Start am 24 Stundenrennen von
Kelheim sprechen würde. Nun bin ich mir nicht mehr sicher ob ich bis zum
nächsten Samstag noch einigermassen fit werde. Mich schmerzt jeder Knochen. Bin
arg geschwächt. Die Arbeit bei der Post als Zusteller viel mir sehr schwer. An ein Training war nicht
zu denken. Es ist nun halt mal so. Man muss das Leben mit
Höhen und Tiefen eben nehmen, wie das
Leben eben ist. Als bleibt mir nur der eine Trost, dass es
durchaus schlimmer sein könnte.
Übrigens: Passiert ist es als ich den Lenker los liess um mich zu verpflegen. Übersah dabei
ein Loch im Asphalt
das mich wie ein Geschoss kopfüber aus dem Sattel katapultierte.
02.06.2010
Es
geht mir wieder besser!
Es
ist nicht meine Art zu klagen und zu jammern, aber in
den vergangenen Wochen ging`s mir sehr mies.
Zum einen waren es die Phantomschmerzen die mich
24 Stunden am Tag quälten und zum anderen
kam noch eine heftige Darm und Magengrippe hinzu.
Notfallmässig musste ich sogar zweimal meinen
Hausarzt rufen. Ich glaubte bald nicht
mehr an eine Besserung. Über eine so lange Zeit so schlecht
drauf gewesen zu sein, daran kann ich mich nicht erinnern.
Vor einer Stunde sind wir von unserem siebentage Badeurlaub aus Bellaria zurückgekehrt. Die
ersten zwei Tage am Meer waren schlimm und dann war
der Spuk gottlob endlich vorbei. Trotz
misslichen Trainingseinheiten in den letzten Wochen,
starte ich am 10.07.2010 mit
meinem sechsköpfigen Team in der Innenstadt
von Kehlheim am 24 Stundenrennen.
Noch bleibt
mir ja eine ganze Woche Vorbereitungszeit und ich
bin mir sicher, dass ich über den Wettkampf wieder
meine Form finden werde.
23.05.2010
Trainingsfahrt
an den Genfersee.
Nach vierzehn Tagen schlechtem Wetter, war der gestrige Pfingstsonntag
ein Traum-Wetter-Tag. Auch der Wind passte sich dem wolkenlosen Himmel und den
warmen Temperaturen an und blies uns für einmal nur schwach entgegen.
Eine zeitlang begleitete uns mein Zwili mit seiner 600 Yahama. Schade,
das er
nicht bis an den Genfersee bei uns bleiben konnte.
Kurz vor Lausanne erreichten wir unseren vereinbarten Wendepunkt und fuhren
zurück nach Montreux. Dort wartete bereits mein Schatzij-boni auf uns.
An der Seestrasse ergatterten wir uns ein wunderbares Plätzchen, in einer
Pizzeria natürlich mit Seeblick und liessen es uns da wohl ergehen.
Trotz schlechtem Wetter in den letzten Wochen und Tagen war ich immer wieder
mit meinen zwei begeisterten Radrennfahrern Corinne und Stefan unterwegs. Bis anhin
war ich immer ein Tick schneller, doch heute war’s etwas anders, Gratulation. Stefan
war eindeutig der Stärkere was ich mit Stolz zur Kenntnis nahm. Wenn er weiter
so Vortschritte erzielt, bin ich in absehbarer Zeit nur noch die Nr. Zwei.
Nach einem gelungenem Tag rund um, bestiegen wir um 21.00 Uhr den Zug und
reisten nach Hause. Freu mich schon auf die nächste gemeinsame Trainingsfahrt.

21.04.2010
Ultralangstrecken
- EM im
italienischen Montello
In
Halbminutenintervallen wurden wir auf die selektive Strecke geschickt. Mit der
Sterartnummer 51 nahm ich um 09.07 Uhr die 24 Stunden von Montello in Angriff.
Die Temperaturen lagen am Start bei angenehmen 14° die sich aber im Verlauf des
Rennens noch drastisch verändern sollten.
Mit meinem super harmonierenden Team das mich nach jeder abgeschlossenen Runde
bei Start und Ziel hervorragend betreute, waren wir allesamt mit dem Verlauf
des Rennens hoch zufrieden.
So langsam aber sicher festigten wir uns mit jeder gefahrenen Runde den
1. Katogerien
– Platz und in der Gesamtwertung lagen wir um den zehnten Platz herum.
Alles lief optimal bis mit der Eindämmerung auch der kalte Regen und heftiger Sturm
aufkam. Die Temperaturen fielen bis auf 4° hinunter und wir waren noch nicht
einmal bei Rennhälfte.
Von nun an war nicht nur ich aufs äusserste gefordert, sondern auch mein vierköpfiges, erfahrenesTeam,
mit meinem Schatz Rosmarie, meinem Freund Andreas Zehnhäusern, meiner Tochter
Corinne und ihrem Stefan stark gefordert.
Es war die Hölle. Der Sturm wütete von allen Seiten. Er hatte keine
bestimmte
Richtung. Vieles was ihm im Weg lag fegte er einfach weg. Einmal als ich bei Start und Ziel
eintraf, suchte ich vergebens nach unserem Zelt. Der Wind hatte es ganz einfach weggeblasen.
Es gab Athleten die sich für eins, zwei Stunden aus dem Wind und Regen machten.
Mein Team und ich hatten entschieden ohne längere Pause die 24 Stunden von
Montello durch zu fahren.
Nach etwas weniger als 24 Stunden war es geschafft. Wir waren alle erleichtert,
froh und stolz über unseren grossartigen Einsatz.
Ich glaube es hat sich gelohnt. Alle, nicht nur ich habe ein weiteres Mal dazu gelernt.
Gelernt zu kämpfen, nicht einfach aufzugeben,
auch wenn es manchmal extrem hart und kaum überwindbar war.
Ich bin mir sicher dass sich alle so seine Gedanken über den Extremradsport gemacht
haben. Vor allem dem Stefan, mit dem ich mir gut vorstellen könnte, eines Tages
einen Rollentausch vorzunehmen. Er hat bestimmt wieder dazugelernt.
Ich möchte mich auf diesem Weg bei meinem Team nochmals ganz herzlich bedanken.
Es war trotz Regen und Kälte ein wunderschönes Wochenende.
22.02.2010
Auf den Tag genau einen Monat
früher als im Vorjahr!
Die Temperaturen waren für diese Jahreszeit recht angenehm. Tochter Corinne,
mit ihrem Freund Stefan, Schwager German und ich spulten
früher als in den Jahren zuvor, auf
italienischen Strassen unsere ersten Trainingskilometer ab.
Alle hoch motiviert, mit Temperaturen um 10°-13°, einem leichten Nordostwind
der uns auf dem Hinweg von Domodossola nach Verbania ins Gesicht blies,
kamen
wir alle gut zu recht. In Verbania nach ca. 45 Km Fahrtzeit auf einer Gartenterasse am See, gab’s
Kaffee und Kuchen. Anschliessend ging’s mit Windunterstützug zurück zum Ausgangspunkt nach Domodossola.
Knapp drei Stunden dauerte unsere gemeinsame 1. Trainingsfahrt
und Gott sei
Dank alles ohne Zwischenfälle.
In Domodossola wurden wir von Astrid und Rosmarie, unserer Larissa und ihrer
Freundin Vera empfangen.
In einer Pizzeria, nahe am Bahnhof gelegen, genossen wir allesamt noch ein
schmackhaftes Essen und freuten uns über den gelungenen 1. Ausflug im
Nachbarland Italien.

16.02.2010
Beim
Walliserverein in Schwamendingen "Zürich
Die
Begeisterung war den zahlreich anwesenden Zuhörer in der Ziegelhütte in Schwamendingen ins Gesicht geschrieben.
Es war nicht das erste Mal das ich übers das Race – Across – Amerika
referieren
durfte. Für mich und meine Frau Rosmarie war es etwas Besonderes
als Walliser, den Wallisern die seit Jahrzehnten in
Zürich wohnhaft sind, über meinen größten Erfolg im Extremradsport zu
berichten.
Zuber Kurt,
Präsident des WV
RHONE ZÜRICH, bedankte sich bei mir für die eigens,
für
diesen Anlass kreierte Power Point - Präsentation.
Es hat mir viel Spass gemacht. Für ca. zwei Stunden war ich einmal mehr
virtuell mit dem Rennrad zwischen zwei Ozeanen auf dem Festland in Nordamerika
unterwegs.

13.01.2010 Ohne Sport sind die Phantomschmerzen
unerträglich.
Seit zehn Tagen trainiere ich wieder intensiv. Ohne
regelmäßiges Ausdauertraining kann ich die permanenten Phantomschmerzen kaum
aushalten. Vor 23 Jahren haben Spezialärzte mir dringend empfohlen Sport zu
treiben. Nun wollte ich aufhören, aber es geht nicht.
Die Schmerzmittel die ich täglich einnehmen muss, haben sich ohne
Ausdauersport verdreifacht. Aus dieser Erkenntnis habe ich mich entschlossen,
wieder vermehrt aufs Rennrad zu steigen SPORT
IST UND BLEIBT FÜR MICH DIE BESTE SCHMERZTHERAPIE
01.01.10 Neues Jahr, neue Motivation, neue Ziele! Seit der Tortour habe
ich mich sehr, sehr wenig mit Sport beschäftigt. Wollte es nicht und hatte auch keine Zeit dazu. Seit anfangs Oktober, jeweils am Mittwochabend
ist aber
Spinning angesagt auf das ich mich mit meiner Gruppe, mit der ich seit Jahren
zusammen spinne, stehts sehr freue.
Unser
Motto: Gemeinsam werden wir stark.
Was ich im 2010 an sportlichen Aktivitäten unternehmen werde steht noch
in den Sternen. Sicher ist, ganz aufhören werde ich nie.
04.09.2009
Das Rennen mit Zukunft!
Es ist nicht so dass ich den Rennverlauf
vergessen hätte, nein bestimmt nicht. Es sind seit dem Start nun
fast drei Wochen
vergangen und nach einer derart langen Zeit interessiert das niemanden mehr.
Ich
habe es schlicht und einfach versäumt, weil ich den Bericht zu schreiben immer
wieder vom einen auf den anderen Tag verschoben hatte. Eines möchte ich aber dennoch nicht unnotiert lassen.
Es war ein super geiles Rennen, mit Höhen und Tiefen. Ein Rennen
das bestimmt Zukunft hat und an dem Jahr für Jahr bestimmt
immer
mehr Extremradfahrer Begeisterung finden werden. Meine Betreuer und
ich fanden Sie, die Begeisterung. Haben die 1. Austragung geniessen dürfen, auch wenn es manchmal für alle hart und anstregend war.
Als Rennfahrer kann ich an der Veranstaltung nicht mehr teilnehmen. Vielleicht aber
stimme ich dem Antrag vom OK zu und werde mich für die nächsten Austragungen
der Tortour als Sonderbeauftragter ins 25zig köpfige OK einschreiben
lassen. Schaun wir mal!
19.08.2009
Vor dem Startschuss in Reihnfelden
Es gibt nichts zu berichten, ausser
das ich super drauf bin und mich zusammen mit meinen
12 Betreuern auf das Rennen freue.
03.08.2009
Die Besichtigungstour von der Tortour
ist zu Ende
Mit dem 1.
August ging nicht nur mein 53zigstes Lebensjahr zu Ende, auch die Besichtigung
der Tortour fand an diesem Tag sein Finish.
Am 21.08.09 ist Verfahren streng verboten. Ich habe mir jede Ecke und jede
Kannte
ganz genau eingeprägt, so dass nichts mehr schief gehen kann.
Nein, Spass bei Seite. Natürlich wäre es sehr motivierend wenn wir uns keinen
einzigen Meter im Rennen verfahren würden, aber so ganz einfach wird es wieder
nicht.
Zum Glück habe ich ein routiniertes Betreuerteam mit zwei super Navigatoren mit
im Begleitfahrtzeug, auf die ich mich verlassen kann.
Es wird ein sehr zäher Wettkampf, aber das ist ja das was ich mag und für das
ich mich monatelang vorbereitet habe.
Ich bin gut drauf und freue mich auf den Start am 21.08.2009 morgens um 06.00 Uhr
in Neuhausen am Rheinfall.
11.07.2009
Gut erholt zurück
von
der EM in Wiedlisbach.
Schneller als
erwartet konnte ich mit dem Training auf den Saison Höhepunkt fortfahren. http://www.tortour.ch
Normalerweise brauche
ich bedeutend mehr Zeit, um mich nach einem längeren Rennen zu regenerieren.
Der
Grund liegt an der Verpflegung, die ich gegenüber den letzten Rennen massiv
umgestellt habe. Musste ich in den letzten Jahren immer mindestens 4 bis 5 Tage
pausieren, konnte ich nach den 700 km vom letzten Wochenende ab Dienstag
wieder umfangreich trainieren. Alles läuft wie geplant.
Ich hoffe dass
ich in den verbleibenden Wochen bis zum Start der Tortour weitere
Form-Fortschritte machen kann. Bin sehr zuversichtlich und freue mich mit
meinem Team zusammen auf den Startschuss in Schaffhausen am Rheinfall vom
21.08.2009 PS. Vor vier Jahren, 2005 bei meiner letzten Teilnahme auf der
Raamstrecke benötigte ich 24 Minuten länger und dies obwohl ich mich in
diesem Jahr insgesamt 15 Km verfahren habe. WAS WÄRE WENN?
Zeiten
und Rangierungen meiner bisherigen 4 Teilnahmen in Wiedlisbach!
01.07.2009
Der Trainingsaufbau auf das Jahres-Highlight
2009 stimmt! Beim Einfahren stellte ich mit
Genugtuung fest, dass es von der Tagesform her für uns ein gutes Rennen geben
sollte. Die Form also stimmte und mein fünfköpfiges Betreuerteam war wie ich,
top motiviert. Die Rennfahrer wurden in Minutenabständen auf die Strecke
geschickt. Als Drittletzter von 73 Startern nahm ich die 720 km lange Strecke in
Angriff. Die ersten Kilometer nach dem Start meinte ich gut zu kennen und
sollten mir letztlich keine Probleme bereiten was die Streckenführung
anbelangte. Dem war aber leider nicht so. Nach bereits 8 km hätte ich links
Richtung Basel abbiegen müssen, fuhr aber irrtümlicherweise
geradeaus weiter
Richtung Olten. Meine Crew die zu diesem Zeitpunkt gerade beim Tanken war,
erhielt von einem Zuschauer die Meldung dass ich in die falsche Richtung
abgebogen sei. Übers Handy wurde ich dann nach ca. 5 km von meinen
Betreuern
zurück beordert. Dieses Missgeschick kostete uns schon ganz früh 15 Minuten
was für uns alle nicht sehr motivierend war. Hinter uns befand sich zu diesem
Zeitpunkt niemand mehr. Also, jetzt erst recht. Die verlorene Zeit
musste
irgendwie aufgeholt werden und das funktionierte nur mit grösserem Pedaldruck. Bereits vor der 1. Timestation in Koblenz holten wir die ersten
vor uns Gestarteten ein. Nach etwas mehr als 100 km ging’s in Zurzach über die
Staatsgrenze nach Deutschland. Die Aufholjagd ging weiter. Einer um den Andern
liessen wir hinter uns, unter ihnen waren auch RAAM-Finisher dabei.
Wir
waren Top unterwegs, als ich an meinem Leichtbaurennrad am Hinterrad einen
Defekt erlitt. Schweren Herzens musste
ich das Rennrad wechseln. Für kurze Zeit
verlor ich verständlicherweise etwas die Motivation, doch mit viel
Einfühlvermögen und Geschicklichkeit von Seiten meines hervorragenden Teams,
kehrte der Kampfgeist schnell wieder zurück. In Affoltern beim 7. Checkpoint
nach 532 km, lag ich an 4. Stelle mit 10 min Rückstand auf den 3.
Platzierten,
Fabio Biasolo. Dieser erfreuliche Zwischenstand war zusätzliche Motivation
für uns alle. Noch aber lagen 200 harte, beschwerliche Kilometer vor uns.
An
einem derart langen Rennen wechseln sich Hoch und Tief dauernd ab. Inzwischen
kann ich mit den wechselnden Gemütsfasen immer besser umgehen. Ein starkes Team
im Rücken das dieses auf und ab wahrnimmt und so klug reagiert wie
meines ist
Gold wert und zeichnet es aus. Hinzu kommt das ich Unterwegs immer wieder und
zu jeder Tageszeit mit ganz besonderen Überraschungen rechnen darf.
Einmal
mehr waren es Alfreda und Willy die ganz plötzlich am Strassenrand aufblitzten.
Ihr Erscheinen motivierte mich zusätzlich und gab mir neue Kräfte frei.
Ein
ganz lieber Kumpel von mir rief mich noch am Vortag an und versprach mir,
dass
er bestimm irgendwo an der Strecke auftauchen würde und so war es dann
auch. Piero einer meiner Betreuer am RAAM 08 mit seiner kleinen Francesca
stand plötzlich vor mir am Strassenrand. Ich freute mich riesig.
Auch
wenn wir es in Amerika nicht ganz bis ins Ziel geschafft hatten, überwältigten mich
nur ganz schöne, unauslöschliche Erinnerungen. Für kurze Zeit hatte ich das
Gefühl, am RAAM unterwegs zu sein. Aber zurück zum Rennen.
Nach der 1.
Zielpassage in Wangen nach 600 km ging’s für die RAAM Kategorie noch auf die 110
km Zusatzschlaufe. Kurz vor mir machte sich German mein Schwager und
Trainingspartner auf sein 110 km langes Rennen.
Sein Schatzjiboni Astrid
nahm in unserem Begleitfahrtzeug Platz und ganz unverhofft hatte ich auf einmal
einen treuen Fan mehr ganz nah bei mir. Alles lief planmässig und wir kamen
zügig voran, bis uns ein Wegweiser der absichtlich von irgendeiner Person
ummanövriert wurde, viel unproduktive Zeit kostete. Nur Dank ausgezeichneten
Navigationskenntnissen von Andy und Co hielt sich die verlorene Zeit in
Grenzen. Und dann war es soweit. Nach 25 Stunden und 14 Minuten erreichten
wir müde, aber alle samt glücklich und hoch zufrieden das Ziel. Es war
vollbracht. Einmal mehr hatten wir alle, alles gegeben. Gemeinsam haben wir
Höhen und Tiefen gemeistert und uns nie aus der Ruhe bringen lassen.
Mir
bleibt nur noch eines, meiner Crew einen ganz grossen Dank auszusprechen.
Ich hatte wie immer das beste Team an meiner Seite. In schwierigen und
heiklen Situationen wussten sie immer richtig zu reagieren. Sie waren
allesamt echte Profis. Elfriede und Andreas liebe Freunde von uns aus
Bürchen, so wie Stefan der Freund meiner Tochter Corinne, waren zum ersten Mal
als Betreuer dabei. Sie verrichteten ihre Arbeit, als ob sie schon immer dabei
gewesen wären. Einfach super grandios . Mit dabei waren natürlich mein lieber
Schatz Rosmarie und meine sportbegeisterte Tochter Corinne. Sie hatten ihre
jahrelangen Erfahrungen am Start mit ins Begleitfahrtzeug genommen und haben
diese meinen Debütanten bravurös übertragen. Nochmals herzlichen Dank an
meine hervorragenden Betreuer und an meine Sponsoren. Einen ganz besonderen
Dank möchte ich auch ans OK richten. Ohne Sie kämen wir nie in den Genuss einer
solchen grandiosen Veranstaltung, herzlichen Dank.
Auf ein Wiedersehn im
2010 / Beny + Crew
Rangliste von
der RAAM-quali in Wiedlisbach
|
2005
|
Auf der RAAM - Distanz über 720 Km
1. Rang Mit neuem
Streckenrekod
|
24.13
|
|
2006
|
Auf der RAAM - Distanz über 720 Km
4. Rang
|
25.48
|
|
2007
|
Schweizerradmarathon
über 600 Km 1.
Rang
|
19.36
|
|
2008
|
War zu der
Zeit mit dem Race-Across-Amerika beschäftigt!
|
|
|
2009
|
Auf der RAAM - Distanz über 720 Km
9. Rang
|
25.13
|
01.07.2009
3.- 4. Juli Europameisterschaft in
Wiedlisbach über 720Km! Meine
Bilanz an diesem Langstreckenrennen aus den letzten drei Teilnahmen sieht sehr
gut aus. An der Europameisterschaft gibt es keine Alterskatogerien. Alle starten im selben Block!
-2005 / 1. Rang / Stellte ich auf der Raamstrecke über 720 Km in 24 Std 14 Min einen neuen
Streckenrekord
auf. Schnitt 29.9
Kmh
-2006 / 4. Rang / Dieses Rennen zählte zur offiziellen
Langdisdanz - Europameisterschaft
-2007 / 1. Rang / Auf der Schweizerradmarathon Strecke über
600 Km
In diesem Jahr zählt das Rennen wieder zur Europameisterschaft.
Es sind so
viele Solo-Fahrer am Start wie noch nie, deren 73 .
|
1
|
Strebel
|
Thomas
|
CH
|
22: 24
|
|
2
|
Beeler
|
Christian
|
CH
|
23: 11
|
|
3
|
Paul
|
Bernd
|
D
|
23: 25
|
|
4
|
Nehls
|
Michael
|
D
|
23: 59
|
|
5
|
Biasiolo
|
Fabio
|
I
|
24: 11
|
|
6
|
Sialm
|
Fabian
|
CH
|
24: 16
|
|
7
|
Wirth
|
Christian
|
CH
|
24: 37
|
|
8
|
Zeindler
|
Nik
|
CH
|
24: 49
|
|
9
|
Furrer
|
Beny
|
CH
|
25: 14
|
|
10
|
Warner-Smith
|
Matthew
|
F
|
25: 17
|
|
11
|
Egli
|
Daniel
|
CH
|
25: 25
|
|
12
|
Egli
|
Rainer
|
CH
|
25: 25
|
|
13
|
Laureti
|
Paolo
|
I
|
25: 37
|
|
14
|
Jakob
|
Martin
|
CH
|
25: 49
|
|
15
|
Aste
|
Paolo
|
I
|
26: 00
|
|
16
|
Heinze
|
Achim
|
D
|
25: 25
|
|
17
|
Ruf
|
Simon
|
CH
|
26: 22
|
|
18
|
Nenniger
|
Christoph
|
CH
|
26: 34
|
|
19
|
Haller
|
Karl
|
CH
|
26: 39
|
|
20
|
Hager
|
Partick
|
A
|
26: 40
|
|
21
|
Burri
|
Christian
|
CH
|
26: 41
|
|
22
|
Wolf
|
Günter
|
D
|
27: 01
|
|
23
|
Saupriegel
|
Manuel
|
A
|
27: 16
|
|
24
|
Bursic
|
Ares
|
CR
|
27: 18
|
|
25
|
Koch
|
Hermann
|
D
|
28: 43
|
|
26
|
Müller
|
Mario
|
D
|
30: 17
|
|
27
|
Sickel
|
Florian
|
SLO
|
29: 08
|
|
|
|
Bei der 1. Zieldurchfahrt liessen sich 13 Athleten bei
den 600 km klassieren!
|
|
17 Athleten gaben auf!
|
|
Sponsoren,
Partner und Freunde

i
i

 Simis
Webseite

i






jj I
|